Warum kümmern sich eigentlich so wenige Menschen um ihre geistige Gesundheit?

Aktualisiert: 24. Feb.




 


Jetzt mal ganz ehrlich. So viele Menschen laufen zum Arzt weil sie unter Kopfschmerzen leiden, die unerklärlich immer wieder kommen. Sie haben Rückenschmerzen an sämtlichen Stellen oder das Knie tut dauerhaft weh. Sie gehen vom Arzt zur Klinik und zurück. Holen sich im besten Fall eine zweite oder dritte Meinung ein.


Aber, was ist denn mit der mentalen Gesundheit?


Warum wird Diese vernachlässigt? Warum kümmert man sich nicht um die eigenen Gedanken, die Glaubenssätze? Nur weil diese nicht gesehen werden können?

Echt jetzt?


 

Das ist etwas, was ich persönlich nicht begreifen kann. Vielleicht braucht man ein Thema im Leben, an dem man ganz schön zu knabbern hat. Eine Krise vielleicht, ein Lebensum- stand der einen lähmt, um zu erkennen, dass man mit seinen eigenen, bisherigen Über-lebensstrategien an seine Grenzen kommt.


Warum, holt man sich denn dann keine Hilfe?


"Weil ins Coaching nur schwache Menschen gehen?"

"Weil Hilfe holen und annehmen eine Schwäche ist?"

"Weil andere dann vielleicht denken könnten....?"


WHAT?


Ich spreche hier von der eigenen Verantwortung. Die Selbstverantwortung, die man eben, wie das schon Wort sagt, für sich selbst hat. Menschen, die sich um sich selbst kümmern. Nicht nur um die Anderen. Na klar, möchten wir, dass es den Menschen in unserem Umfeld gut geht. Wir lieben diese Menschen ja im besten Fall. Wir möchten dass sie gestärkt und sicher im Leben stehen. Wir unterstützen sie vielleicht wo wir können, damit sie mehr strahlen können und ... weil wir das eben gerne machen.


Aber was ist mit der allerwichtigsten Person im Leben?


Was ist mit einem Selbst?


Wir können für Andere nur da sein, wenn es uns selbst gut geht.


Und es ist verdammt nochmal in Ordnung, wenn es uns, nach welchem Ereignis auch immer, NICHT gut geht. Das können auch Kleinigkeiten sein, oder es darf auch einfach mal ein blöder Tag sein. Wir müssen nicht immer strahlend in der Weltgeschichte herum laufen, um zu erzählen, wie super alles in unserem Leben läuft. 

F*CK


Wir dürfen dazu stehen. Wir dürfen dazu stehen, wenn wir einfach gerade eine schei* Phase haben. Es geht auch keinem etwas an, warum das gerade so ist.

Nein.

Es liegt jedem frei in der Entscheidung wem er Was und überhaupt erzählt.


Und wenn die Leute reden???

Ja, dann reden die.

Ich kann sowieso nicht beeinflussen was jeder denkt. Ich kann auch nicht beeinflussen, was der ein oder andere über mich sagt. That´s it!

 

Jeder darf seinen Standpunkt haben und jeder hat die Möglichkeit ständig neu zu wählen. Und einmal eine Bemerkung ganz nebenbei: "Jeder Mensch, der sich über andere negativ äussert, sagt diese Bemerkung viel mehr über ihn selbst aus, als über denjenigen, um den es eigentlich geht!"


Also, wenn heute ein blöder Tag ist, dann ist das so. Dann darf man dieses Gefühl auch einfach mal zulassen. Das darf auch gelebt werden.


Denn, jetzt kommt das Geheimnis:


Wenn wir unsere Gefühle zulassen, können wir sie auflösen und transformieren.


Das kann nicht passieren, wenn wir sie ständig wegschieben!


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Es zeugt von Verantwortungsbewusstsein, wenn wir spüren, dass uns etwas belastet und wir uns ständig in gewissen Situationen unwohl fühlen. Dass wir uns genau dann dazu entschließen uns jemanden an die Hand zu holen, der uns begleitet.

Der uns hilft, klarer zu sehen und Glaubenssätze erkennt und sie mit uns auflöst.


 

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Grundsätze, die in uns verankert sind. Manchmal auch sehr schwer erkennbar, weil sie uns schon so lange beherrschen. Es spricht eine Gedankenstimme in unserm Kopf, die das schon oft gesprochen hat. Grundsätze nach denen wir leben.


Ein paar Beispiele:


"Das können Andere vielleicht, aber ich nicht."

"Puh, ich kenn mich da zwar ganz gut aus, aber sicher reicht das nicht um ...."

"Ich nehme mich lieber zurück, dafür bin ich zu dumm."

"Andere haben Erfolg, aber ich darf keinen haben."

"Ne, das kann ich nicht."

"Das geht nicht."

"Dafür bin ich nicht beweglich genug."

"Ja, ich mach das schon gern, aber es ist eben nicht perfekt."


Das sind Programmierungen in uns. Diese oder Andere hat JEDER.

Jeder von uns hat irgendwann Glaubenssätze aufgebaut. Durch die Erziehung, selbst wenn die Eltern natürlich immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben. Manchmal haben wir auch einfach Glaubenssätze übernommen. Diese hängen dann fest.

 

Jeder hat nunmal seine eigene kleine Welt, hier oben im Kopf.


 

Diese Welt besteht vielleicht schon 20, 30, 40 oder mehr Jahre. Somit haben diese Gedanken, die schon so so lange immer wieder kommen, auch eine echt krasse Wirkung.

Schließlich ist der Weg dieser Gedanken ja auch echt "tief". Die gehen ja schon sehr lange dort entlang, wenn ich hier mal bildlich sprechen darf.


Ich bin niemand die sagt: "Geh ins Coaching, danach bist du fein!".

Nein, aber ich bin davon überzeugt, egal welchen Weg jemand geht, die eigene Reflexion, kann ein sehr nachhaltiger Weg sein. Ein Weg in die eigene Leichtigkeit. In die eigene Freiheit. Ein Weg in die Erkenntnis und in die Akzeptanz.


Ich arbeite im Bereich Coaching, aber es gibt noch so so viele Möglichkeiten und Menschen, die Hilfe anbieten, auf den unterschiedlichsten Wegen, dass die Auswahl die man als Betroffene:r hat vielleicht nicht ganz leicht ist, ABER die Auswahl ist da. Und das ist doch UNGLAUBLICH GUT!


 

Jede:r kann einfach wählen. Jede:r kann schauen wer am besten zu einem passt.

Selbst wenn ihr oder die Person dann merkt, huch.... es passt nicht, dann sucht man einfach weiter. Es ist ok, wenn es nicht passt. Ob das nun etwas persönliches ist oder vielleicht eine Krankheit dahinter steckt. Die Menschen, die ihre Hilfe anbieten, wissen im besten Fall, wo ihre Grenzen liegen und können euch dann auch gegebenenfalls weiter verweisen.


Und das ist SUPER GUT. Erst wenn ihr bei EURER richtigen Person seid, könnt ihr aufatmen. Könnt ihr in eure Größe kommen. Können die Themen die euch belasten, bestmöglich aufgearbeitet und transformiert werden.


Hierfür gibt es eben ganz unterschiedliche Methoden. Somit kann sich jede:r das Passende heraussuchen.


So, und nachdem ich mir hier jetzt ganz schön was von der Seele geschrieben habe, darf ich "klopfen" gehen. Denn wenn mich etwas so beschäftig, hat das auch was mit mir zu tun. Ein Anteil in mir hat da reagiert. Daher gilt es diesen Anteil zu heilen, und da darf ich hinschauen. :-)


Es geht uns allen so.

 

Also, geht los.

Für EUCH.

Für Dich.


Von Herzen

Conny